Navigation mit Smartphone

Handy und Smartphone zur Navigation auf dem Fahrrad oder zum Wandern nutzen

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Mittlerweile ist der Besitz eines Smartphones fast schon zur Selbstverständlichkeit geworden. Aktuelle Smartphones haben in der Regel einen GPS Sensor und können im Auto zur Navigation genutzt werden. Was liegt da näher, als sie auch als Fahrradnavi einzusetzen.
 

In den meisten PKW-Navis laufen reinrassige Straßenkarten von Navteq und TomTom Licensing (früher Teleatlas). Darin sind natürlich nicht die kleinen Feld- und Waldwege enthalten, die Sie für Ihre Outdoor-Navigation benötigen.
 

Tüftelei mit gescannten Freizeit- und topographischen Kartenausschnitten sind nicht jedermanns Sache.
 

Da Smartphones mit Apps arbeiten (kleine Programme für die unterschiedlichsten Anwendungen), bieten zahlreiche App-Hersteller entsprechende Software in den jeweiligen App-Stores zum Download an. Die Auswahl ist groß: Naviki, Komoot, ADAC Tourenplaner, MagicMaps und so weiter.

Mit einer solchen App können Sie Ihre Wander- und Fahrradtouren unterwegs aufzeichnen und, wenn es dazu ein passendes PC-Programm gibt, abends auf Ihren Computer hochladen und archivieren.


Natürlich geht es auch umgekehrt. Sie planen am PC und übertragen die Tour auf das Smartphone, zusätzlich ist das Internet voll mit fertigen Touren (Tracks), die Sie  sich direkt auf das Smartphone laden können.
 

So weit die Theorie, aber:

 

Macht Smartphone-Navigation auf dem Fahrrad wirklich Sinn?

©Fotolia.de, Smartphone im Regen

Sieben gute Gründe, warum ein Smartphone als Fahrrad-Navi nicht geeignet ist.

  1. Das obere Bild zeigt drastisch, wie Ihr kostbares Smartphone leidet, wenn Sie in schlechtes Wetter geraten. Sobald Feuchtigkeit eindringt, ist es hinüber.
     
  2. Gutes  Wetter bringt nun mal Sonnenschein mit sich und was erkennen Sie dann auf dem Display – nichts!! Schon gar nicht, wenn das Smartphone starr am Lenker fixiert ist.
     
  3. Als Radler sind Sie besonders sturzgefährdet oder das Rad kippt während der Pause um. Ein Smartphone am Lenker verzeiht solche Behandlung nicht.
     
  4. Sie wollen während der Fahrt durch die Karte scrollen, vergrößern/verkleinern oder auf andere Anzeigen  umschalten und nähern sich dem stark vibrierendem und vielleicht sogar feuchtem hoch sensiblen Touchscreen des Smartphones  und haben garantiert eine nicht gewünschte Funktion ausgelöst, die sei ohne anzuhalten nicht rückgängig machen können.
     
  5. Über das Tragen von Handschuhen beim Fahrradfahren mit Smartphone wollen wir erst gar nicht debattieren.
     
  6. Permanenter GPS-Empfang und das automatische Nachladen des kleinen Kartenausschnitts auf die neue Position sind sehr energiefressend.  Wenn die Fahrradtour mal länger als drei oder vier Stunden dauert, ist der Akku leer und Sie können nicht einmal telefonieren um evtl. Hilfe anzufordern, weil Sie schlagartig die Orientierung verloren haben.
     
  7. Auch wenn Sie die Kartendaten in den Speicher Ihres  Smartphones geladen haben, also offline navigieren, brauchen Sie je nach App in vielen Fällen Internetzugang, der kostspielig ist und im Gelände in der Regel nicht vorhanden ist.

 

Mein Fazit: Smartphone als Fahrrad-Navi 

Natürlich habe ich Kollegen, die bei Ihrer Rennradtour ein Smartphone mit Navi-App in der Tasche einfach mitlaufen lassen, um den Track aufzuzeichnen ...

 

Natürlich gibt es Akrobaten, denen es gelingt, ein Touchscreen unter schwierigen Bedingungen einigermassen zu bedienen ...

 

Natürlich kann man zur Energieversorgung ein zusätzliches E-Werk samt Regler dranbasteln ...

 

Natürlich können Sie sich als Fußgänger per Smartphone durch eine fremde Stadt führen lassen ...

 

Ich wende mich mit dieser Website aber an den etwas älteren aktiven Tourenradler, der in der Regel mehrere Tage quer durchs Land radelt und einfach komfortabel geleitet werden möchte oder als Mountainbiker Downhill saust.

 

Daher mein Fazit für diese Zielgruppe:

 

Finger weg vom Smartphone als Fahrrad-Navi!