Garmin Oregon Serien

Im Internet finden Sie eine Vielzahl an unterschiedlichen Gerätetypen der Oregon-Serie, die teilweise eingestellt wurden oder nur noch gebraucht zu bekommen sind: Oregon 300, Oregon 400t, Oregon 450, Oregon 450t, Oregon 550, Oregon 550t. Danach kam die Oregons 600, 600t, 650 und 650t.

Wichtig zu wissen:
Die Touchscreen Displays der älteren Oregon-Geräte (bis Oregon 450) sehen bei Kunstlicht toll aus, werden aber bei Sonnenlicht im Freien schwer ablesbar und daher für starre Lenkerbefestigung nicht empfehlenswert.

Die aktuelle (2017) Oregon 700er Serie

Die aktuelle Oregon-Serie besteht aus zwei Geräten: Oregon 700 u. Oregon 750t

Grundsätzlich können die Garmin Oregon 700/750t auch alles, was die übrigen Garmin-Geräte bieten – eine Navigation zu Ziel.
Entweder über herunter geladene Tracks aus dem Internet, über am PC geplante Routen mit der Software BaseCamp oder spontan vor Ort im Gelände durch Eingabe direkt am Gerät.

Die Unterschiede von Waypoints, Tracks und Routen müssen Sie beherrschen.

Hier eine Anleitung

 

Die Besonderheit der Garmin Oregon 700/750t liegt  in der zusätzlichen „smarten“ Funktionsvielfalt und einer drahtlosen Multilink-Konnektivität (WLAN, Bluetooth und ANT+.

 

Die Oregon 700/750t kommunizieren über Bluetooth LE mit Smartphones, auf denen die App Connect Mobile von Garmin installiert sein muss (iPhone, Android, Win 10). 

Zu den „smarten“ Features gehören:

  • Benachrichtigung für eingehende Anrufe, SMS-Nachrichten und E-Mails (Smart Notifications). Die Benachrichtigungen werden als aufploppende Felder eingeblendet, die auch den Inhalt der SMS bzw. E-Mail anzeigen
     
  • Das direkte Installieren von Apps, Widgets und Datenfeldern aus dem Connect IQ Store
     
  • GeocachingLive, damit können sich »Schatzsucher« Caches von geocaching.com per WLAN oder über ein gekoppeltes Smartphone mit der App Connect Mobile aufs Gerät laden – ganz ohne Computer
     
  • Wetterbericht mit Regenradar einholen
     
  • Überspielen von EPO-Satellitendaten  (Extended Prediction Orbit), soll die Zeit bis zur Positionsbestimmung verringern
     
  • Upload aufgezeichneter Aktivitäten ins Webportal Garmin Connect
     
  • Und so weiter.

Ich will nicht alle Gerätedaten nochmals aufzuführen, die sehen Sie auf der Hersteller-Website

 

Hier ist der Link auf die Oregon-Produktbeschreibung von Garmin.
 

Und hier ein sehr ausführlicher Bericht/Test bei Navigation-Professionell

 

Inwieweit Sie darauf vertrauen, ist Ihre private Sache. Fakt ist: Viele „Test“-Redakteure von den zahlreichen Online-Redaktionen bekommen von den Herstellern gratis  „Test-Geräte“ und werden einen Teufel tun und sie dann sehr negativ darstellen.

Meine Meinung zu Garmin Oregon 700/750

Es handelt sich um reinrassige Touchscreen-Geräte. Bei Smartphones ist diese Technik mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Allerdings sitzen wir nicht gelangweilt in der Straßenbahn, sondern auf einem Fahrrad, welches hohe Konzentration und möglichst beide Hände am Lenker erfordert. 


Die Bedienung des empfindlichen Touchscreens ist während einer holprigen Fahrradtour absolut schwierig, denn man muß öfters umschalten auf die Satellitenseite, um die Empfangsstärke zu kontrollieren oder man muß die Karte scrollen, um den weiteren Wegeverlauf zu sehen.

Eine auch nur flüchtige Berührung des Displays und das Gerät schaltet in irgendwelche Menüs, die Sie gar nicht wollten. Um da wieder heraus zu kommen, müssen Sie in der Regel anhalten.


Bei Nieselregen ist der Touchscreen erst gar nicht bedienbar und bei Kälte mit klammen Fingern oder Handschuhen ebenfalls nicht.

Fazit:

Wer soll nun dieses Highend-Navi kaufen? Junge, smartphonliebende Wanderer und Geocacher, die auch wirklich alle technischen Raffinessen ausnutzen wollen und dafür auch den hohen Preis akzeptieren.

 

Für alle übrigen gilt:

Outdoor-Navigation ist kompliziert genugmit all seinen Fachbegriffen und Techniken, die Sie beherrschen müssen. Ein mit "smarter" Elektronik vollgestopftes Oregon 700 sollte Ihre Geduld nicht unnötig strapazieren.

 

Außerdem gibt es eine alte Regel:

"Was nicht vorhanden ist, kann auch nicht kaputtgehen."

Wenn Sie eine entspannte Rad- oder Wandertour machen wollen und einfach eine Navigationshilfe benötignen, sollten Sie ein GPSmap 64 in Erwägung ziehen.

 

 

Hier habe ich noch zwei Videos für Sie. Es wird dort zwar die 600er Serie vorgestellt, aber für einen Eindruck reicht es allemal, denn die 700er haben nur einige neue Funktionen mehr.